Nachtbrillen

Bei vielen Personen ist die Sehschärfe bei Tageslicht sehr gut, bei Dämmerung oder in der Nacht aber nicht. Dieser Effekt tritt bei vielen Menschen auch mit der neu eingestellten Brillenkorrektion auf. Hauptgrund dafür ist ein Linsenfehler, welcher in der physikalischen Optik „Sphärische Abberation“ genannt wird. Sphärische Abberation bedeutet, dass Lichtstrahlen welche im optischen Zentrum der Linse auftreffen (Gauß’scher Raum) korrekt gebrochen und im Brennpunkt gebündelt. Lichtstrahlen werden aber stärker gebrochen wenn sie außerhalb des optischen Zentrums auf die Linse auftreffen. Je weiter diese vom optischen Zentrum entfernt auf die Linse auftreffen, desto stärker werden sie gebrochen.

Die Pupille des menschlichen Auges ist bei Tageslichtbedienungen je nach Lichtintensität etwa 2 mm bis 3 mm weit geöffnet. Bei Dämmerung oder Dunkelheit öffnet sich die Pupille bei jüngeren Personen auf etwa 6 mm bis 8 mm und bei älteren Personen etwa 2 mm bis 4 mm. Bei einer weit geöffneten Pupille treten mehr Randstrahlen in das Auge und tragen zur Wahrnehmung bei, diese werden aber auf Grund der Sphärischen Abberation stärker gebrochen und es kommt zu einer dadurch verursachten Kurzsichtigkeit.

In der Abbildung ist auf der linken Seite ein Auge bei Tageslichtbedingungen mit kleiner Pupille und korrekter Abbildung zu sehen, auf der rechten Seite ist das gleiche Auge bei Dunkelheit mit weiter Pupille und einer daraus resultierenden Kurzsichtigkeit dargestellt.

Was kann man tun?

Bei Personen welche eine hohe Sehschärfe bei Dämmerung oder Nacht benötigen, zum Beispiel Berufskraftfahrer oder ähnliches, kann eine dafür ermittelte Korrektion die Sehschärfe in der Nacht erheblich verbessern.