Historisches

ESSILOR Geschichte Kurzüberblick

  • 1848 schloss sich eine Gruppe Glasschleifer in Paris zusammen
  • Weltmarktführer der augenoptischen Branche
  • Hauptsitz in Frankreich (Charenton / Paris)
  • 1959 Bernard Maitenaz, ein Mitarbeiter von ESSILOR ist der Erfinder des Gleitsichtglases
  • 55.000 Mitarbeiter in 62 Ländern
  • 5,6 Mrd. Euro Umsatz in 2014
  • 150 Mio € werden jährlich in Forschung und Entwicklung investiert
  • 5000 Patente weltweit
  • > 45 % des Umsatzes mit Produkten, die jünger als 3 Jahre sind

 

 

ZEISS Geschichte Kurzüberblick

  • 1846 Der in Weimar geborene Feinmechaniker Carl Zeiss gründet in Jena eine Optikerwerkstatt.
  • 1912 Entwicklung von Punktal®, des ersten achsensymmetrischen Brillenglases mit sehr guten Abbildungseigenschaften.
  • 1935 Carl Zeiss erfindet die Entspiegelung.
  • 1945 Mit der Teilung Deutschlands nach dem Krieg wurde auch das Unternehmen Carl Zeiss in ein westdeutsches Unternehmen „Carl Zeiss Optische Werke Oberkochen“ und ein ostdeutsches Unternehmen „VEB Carl Zeiss Jena“ geteilt.
  • 1959 Carl Zeiss produziert erste entspiegelte Brillengläser.
  • 1991 Wiedervereinigung beider Unternehmen.
  • 2000 Markteinführung von Gradal Individual®, des ersten Gleitsichtglases, das für jeden Brillenträger maßgefertigt wird.
  • 2006 Weltneuheit Gradal Individual® FrameFit® passt sich jetzt an alle Brillenfassungen an.
  • Aus der Entwicklung der Brillenglastechnik
  • Hier erfahren Sie ein paar Details über die Entwicklung von ZEISS Brillengläsern und lesen, welche historischen Persönlichkeiten hinter einigen wichtigen Entdeckungen stehen.

Die Abbe-Zahl

  • Carl Zeiss betrieb seit 1846 eine mechanisch-optische Werkstätte und besaß als Hersteller von Mikroskopen einen geachteten Namen. Durch die enge Kooperation mit namhaften Wissenschaftlern konnte Carl Zeiss zwar die Qualität von Mikroskopen weiter verbessern, aber erst seit der Zusammenarbeit mit Ernst Abbe (ab 1866) wurde der Bau von Mikroskopen auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Um selbst Glas auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse Abbes herstellen zu können, gründeten Otto Schott, Ernst Abbe, Carl Zeiss und Roderich Zeiss 1883 das „Glastechnische Laboratorium Schott und Genossen“ (heute: Schott Glas).
  • Bis zu diesem Zeitpunkt wurden optische Gläser immer nur durch die Angabe des „spezifischen Gewichtes“ unterschieden! Abbe führte dann erstmals eine weitere wichtige Größe ein, die aus der heutigen Augenoptik nicht mehr wegzudenken ist: das Verhältnis der Brechung zur Farbzerstreuung – die Abbe-Zahl!

 

Reflexmindernde Schichten

Um die Jahrhundertwende beobachtete Josef von Fraunhofer (1787-1826) an alten Linsen mit verwitterten Oberflächen eine erhöhte Lichtdurchlässigkeit. Korrosionsbedingte Veränderungen setzen in den oberen Glasschichten die Brechzahl herab. Das hat eine geringere Reflexion und somit eine erhöhte Lichtdurchlässigkeit zur Folge.

  • Der englische Optiker Denis Taylor nutzte diese Erkenntnisse, indem er durch Säurebehandlung eine künstliche Korrosion der Gläser erzeugte. Dieses Verfahren wurde 1904 zwar zum Patent angemeldet, blieb jedoch ohne große Bedeutung, da die Oberflächen der Gläser infolge der Behandlung porös wurden, was die Haltbarkeit erheblich verringerte.
  • Im Jahre 1935 fand dann Alexander Smakula im Hause Carl Zeiss eine völlig neue Methode, störende Reflexe an optischen Flächen zu vermindern. Ihm gelang es, eine zusätzliche Schicht auf die Oberfläche eines Brillenglases aufzubringen, die eine Reflexminderung – bei gleichzeitig großer Haltbarkeit der Schicht – bewirkte. Das Patent zu diesem Verfahren wurde bis 1939 geheimgehalten; erst als in den USA die Entwicklung eines ähnlichen Verfahrens gelang, wurde das Patent freigegeben. Smakulas Arbeiten bilden die Basis für die heute üblichen Verfahren zur Reflexminderung bei Brillengläsern.

Flächenoptimierungen

  • Um 1804 entdeckte der englische Arzt William Hyde Wollaston, dass die Sehschärfe beim seitlichen Blick durch die (alten) bikonvexen Brillengläser abnimmt und dass im Vergleich dazu meniskenförmige Brillengläser ein schärferes Bild liefern. Nach Entdeckung der Vorzüge meniskenförmiger Brillengläser wurde stetig an einer Verbesserung der Abbildungseigenschaften gearbeitet. Die ersten Versuche, meniskenförmige Brillengläser mit reduzierten peripheren Unschärfen zu berechnen, machten die Augenärzte Ostwald und Tscherning. Die Ergebnisse hatten jedoch keine Bedeutung für die Praxis, da sie nur für sehr kleine Blickwinkel und nur für Brillengläser mit einer theoretischen Mittendicke von Null berechnet waren.
  • 1908 beauftragte das Unternehmen Carl Zeiss den wissenschaftlichen Mitarbeiter Moritz von Rohr mit der exakten Berechnung von Brillengläsern. Es gelang ihm, ein punktuell abbildendes Brillenglas zu berechnen, bei dem die Unschärfen, die beim Blick durch die Randbereiche auftreten, minimiert sind. Die Berechnungen von Moritz von Rohr legten den Grundstein für die heutigen Punktal Brillengläser von Carl Zeiss.

Die Asphäre

  • Die asphärische Flächengestaltung ist bei Carl Zeiss nichts Neues. Bereits 1912 wurden die asphärischen Stargläser Katral auf den Markt gebracht. Das aufwendige Herstellverfahren ließ jedoch den Preis in die Höhe schnellen, und so kostete ein Katral Brillenglas eindrucksvolle 40 Goldmark. Das entsprach der Monatsmiete für eine 4-Zimmer-Komfortwohnung in bevorzugter Großstadtlage. Für Standard-Brillengläser konnte dieser Preis auf dem Markt sicherlich nicht akzeptiert werden.